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Ratgeber

Duftnoten-Glossar: Kopf-, Herz- und Basisnoten von A bis Z

Von Lennart Brodesser · Veröffentlicht am 9. Oktober 2026

Duftnoten sind die einzelnen Geruchsbausteine eines Parfums. Sie sind in drei Ebenen geordnet: Kopfnoten riechst du in den ersten Minuten, Herznoten prägen die folgenden Stunden, Basisnoten bleiben am längsten. Dieses Glossar beschreibt die Noten, die in den Düften von Vior Privé vorkommen.

Kopf, Herz und Basis

Beim ersten Sprühen verdunsten leichte Moleküle am schnellsten. Das sind die Kopfnoten, meist Zitrusfrüchte, Kräuter und Früchte. Sie halten etwa fünfzehn Minuten bis eine Stunde. Danach tritt das Herz hervor: Blüten, Gewürze und weiche Früchte. Die Basis aus Hölzern, Harzen, Vanille und Moschus bleibt auf der Haut und hält mehrere Stunden. Bei Vior Privé hält ein Duft insgesamt 8 bis 12 Stunden.

Die Noten pro Duft stehen auf der jeweiligen Produktseite, zum Beispiel bei Cairo, Malibu oder Doha.

Kopfnoten

  • Bergamotte: Zitrusfrucht mit leicht blumigem, herbem Ton, klassischer Auftakt vieler Düfte.
  • Zitrone: scharf, sauber und spritzig.
  • Orange: süßer und weicher als Zitrone, saftig.
  • Mandarine: milder, süß-fruchtiger Zitrusduft.
  • Minze: kühl, grün und kräuterig.
  • Lavendel: krautig, blumig, leicht herb.
  • Schwarze Johannisbeere: dunkel-fruchtig, süß-säuerlich.
  • Litschi: zart, saftig, mit blumigem Unterton.
  • Rhabarber: grün, säuerlich und leicht herb.
  • Weißer Pfirsich: weich, fruchtig, hell.
  • Aldehyde: synthetische Bausteine mit seifigem, sprudelndem Eindruck, sie verleihen einem Duft Glanz.
  • Kardamom: würzig-frisch mit einem Hauch Zitrus.
  • Safran: warm, leicht ledrig und metallisch-würzig.
  • Oud (Agarholz): dunkel, harzig, rauchig. Je nach Komposition steht Oud in der Kopfnote oder trägt den gesamten Duft.

Herznoten

  • Rose: samtig-blumig, je nach Sorte frisch oder dunkel und honigartig.
  • Türkische Rose: besonders voll, süß und üppig.
  • Pfingstrose: luftig, zart und frisch-blumig.
  • Jasmin Sambac: üppig, süß und cremig.
  • Orangenblüte: blumig, honigartig, leicht bitter.
  • Neroli: Blütenöl der Bitterorange, klar, zitrisch und blumig.
  • Maiglöckchen: grün, kühl und frisch.
  • Geranium: grün-blumig mit rosigem Anklang.
  • Himbeere: süß-säuerliche Frucht.
  • Aprikose: weich, samtig und süß.
  • Pfirsich: saftig, rund, leicht cremig.
  • Basilikum: grün, würzig und leicht anisartig.
  • Karottensamen: erdig, holzig, mit pudriger Süße.
  • Ingwer: scharf, frisch und warm zugleich.
  • Zimt: süß-würzig und warm.
  • Honig: süß, animalisch-warm, leicht wachsartig.
  • Schwarztee: trocken, leicht rauchig, mit Tanninen.
  • Elemi: Harz mit frischem, zitronigem Ton.
  • Bourbon-Vanille: cremig, warm und süß.
  • Weihrauch: harzig, kühl, rauchig.

Basisnoten

  • Vanille: süß, weich und cremig, tragende Note vieler Amber-Düfte.
  • Tonkabohne: süß mit Mandel- und Heunote.
  • Benzoin: Harz mit vanilleartiger, balsamischer Süße.
  • Amber: warme Duftakkord aus Harzen und Vanille, kein einzelner Rohstoff.
  • Amberholz: trockenes, warmes Holz mit leicht salzigem Ton.
  • Ambroxan: moderner Baustein, ledrig, warm und leicht salzig, sehr haftstark.
  • Moschus: weich, hautnah und sauber, die Basis vieler Düfte.
  • Ambrette: Samen mit zartem, moschusartigem Duft.
  • Cashmeran: weich, holzig, würzig, mit Wollgefühl.
  • Vetiver: Wurzel mit erdigem, trockenem, grünem Duft.
  • Guaiacholz: rauchig, leicht süß, teerartig.
  • Birke: trocken, rauchig, ledrig.
  • Tabakblatt: süß, honigartig, leicht heuig.
  • Feige: grün-milchig mit holziger Süße.
  • Datteln: süß, karamellig und fruchtig.
  • Praliné: süße Mischung aus Nuss und Karamell.

Wie Noten zusammenspielen

Kein Duft besteht aus einer einzelnen Note. Rohstoffe wirken im Zusammenspiel, und manche Kombinationen ergeben einen Eindruck, den keine Einzelzutat allein erzeugt. Rose mit Weihrauch riecht kühler und harziger als Rose mit Vanille. Zitrus mit Moschus wirkt sauber und weich, Zitrus mit Vetiver trocken und erdig.

Parfümeure sprechen dann von einem Akkord. Ein Akkord ist eine Gruppe von Noten, die zusammen einen neuen, eigenständigen Geruchseindruck bilden. Amber ist ein solcher Akkord. Er enthält meist Vanille, Labdanum und Benzoin und wird aus keiner einzelnen Pflanze gewonnen. Das erklärt, warum zwei Düfte mit der Note Amber unterschiedlich riechen können.

Begriffe rund um Duftnoten

Sillage bezeichnet die Duftspur, die du hinterlässt. Projektion beschreibt, wie weit ein Duft vom Körper aus strahlt. Drydown nennt man die Phase, in der nur noch die Basis auf der Haut liegt. Akkord steht für eine Notengruppe mit eigenem Charakter, und Facette für einen Nebenton, etwa die grüne Facette einer Rose.

Mit diesen Begriffen lassen sich Beschreibungen auf den Produktseiten und in Rezensionen besser einordnen. Wie viel Duftöl für die Dauer verantwortlich ist, erklärt der Artikel Duftöl, Eau de Parfum und Parfum.

Natürliche und synthetische Noten

Viele Noten im Glossar sind in der Parfümerie eine Mischung aus natürlichen Auszügen und synthetischen Bausteinen. Maiglöckchen lässt sich als Blüte nicht gewinnen, der Duft entsteht aus Riechstoffen, die den Eindruck nachbilden. Ähnliches gilt für Litschi, Pfingstrose und Moschus. Andere Noten, etwa Rose, Jasmin, Bergamotte oder Vetiver, stammen aus Pflanzenauszügen.

Beides ist üblich und beschreibt keine Wertung. Entscheidend ist, wie gut die Komposition gelingt. Die Notenliste beschreibt deshalb den Geruchseindruck, nicht zwingend die Herkunft des Rohstoffs.

Welche Noten in welchem Duft stecken

Auf den Produktseiten steht zu jedem Duft die vollständige Notenliste. Cairo vereint Oud, Rose, Weihrauch und Safran in der Kopfnote, Himbeere und Geranium im Herz sowie Amberholz, Benzoin und Birke in der Basis. Malibu kombiniert Zitrone und Minze mit Aprikose und Basilikum und lässt Feige, Datteln und Ambrette folgen. Diese Beispiele zeigen, wie unterschiedlich die drei Ebenen ausfallen können.

Wer ein Lieblingsaroma hat, sucht es im Glossar und findet über die Produktseiten die Düfte, in denen es vorkommt.

So liest du eine Notenpyramide

Nimm bei einem neuen Duft zuerst die Herznoten ins Auge. Sie bestimmen den Charakter während der meisten Tragezeit. Die Basis sagt dir, wie der Duft endet und ob er warm, trocken oder süß ausläuft. Die Kopfnote verrät den ersten Eindruck und verfliegt schnell.

Wenn dir eine Note auf der Liste nichts sagt, lohnt sich ein Test. Mit dem 5-ml-Tester riechst du die Noten in Ruhe auf der Haut. Zur Einordnung nach Charakter hilft der Artikel Duftfamilien erklärt.

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